Ort: Gelsenkirchen
Fertigstellung: 2019

 

Kurzbeschreibung:

Die Sportanlage an der Oststraße in Gelsenkirchen aus den 1960er Jahren bietet mit dem vorhandenen Umkleidegebäude den heutigen Anforderungen unzureichende Räumlichkeiten. Der Anbau an die Bestands-Sporthalle war daher für eine zukünftige Nutzung ungeeignet, wohingegen die Sporthalle selbst erhalten werden sollte. Der Neubau schließt direkt an den Bestandsbau an, so dass sich ein kompaktes Ensemble ergibt.

Genutzt werden die Umkleiden für die angrenzenden Sportplätze sowie die bestehende Sporthalle.

Das Raumprogramm für den Neubau sah Umkleideräume mit Duschbereichen, Schiedsrichterraum, Raum für den Platzwart sowie entsprechende Nebenräume vor.

Das Gebäude ist durch Höhenversprünge in der Wahrnehmung in zwei Gebäudeteile gegliedert, welche durch verschiedene Grautöne im Fassadenputz, ausgeführt als Besenstrichputz, weitergeführt werden. Ein Ziel war es, eine nachhaltige Bauweise durch eine monolithische Konstruktion zu gewährleisten, die durch einschalige Mauerwerkswände mit einem mineralischen Putz realisiert wurde.

Sämtliche Fenster und Außentüren wurden als hochwärmegedämmte Aluminiumkonstruktionen ausgeführt, die ebenfalls in Anthrazit die Farbgebung der Fassade unterstreichen.

Als Bodenbelag wurde eine Epoxidharzbeschichtung eingesetzt, die Wände wurden verputzt, die Decke verblieb in Sichtbeton mit darunter verlaufenden, offenliegenden Installationen. Somit entstehen klare, ehrliche Räume, die die Funktion in den Vordergrund rücken.

Die Schiedrichterräume erhielten großzügige Fenster mit direktem Blick auf die Sportanlage, wohingegen für die Umkleiden nur schmale Fensterbänder vorgesehen wurden, um direkte Sichtbeziehungen von außen zu verhindern.

Ein zentrales Thema sind die in den Fluren angeordneten Lichtkuppeln, die die Flure als lichtdurchflutete, großzügige Flure inszenieren die die Sportler in den beiden Gebäuden verteilen.